Rente mit 67 fördert Altersarmut
Die Rente mit 67 führt zu gravierenden Rentenkürzungen und einer drastischen Zunahme von Altersarmut. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und mehrere Sozialverbände fordern deshalb die Koalition auf, die Rente mit 67 nicht ab 2012 stufenweise einzuführen.
Der DGB stützt sich dabei auf Analysen der Wissenschaftler Gerhard Bäcker und Ernst Kistler, die bereits heute nur noch für 9,2 Prozent der 63-Jährigen eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung konstatieren. Bei den 64-Jährigen seien es sogar nur noch 6,3 Prozent. Bei den von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) genannten wesentlich höheren Beschäftigtenzahlen seien dagegen sogar Ein- Stunden-Jobs pro Woche und selbstständige Tätigkeiten mitgezählt worden.
Auch bei einer stärkeren Nachfrage nach älteren Arbeitskräften, so Kistler, sei es unmöglich, in den nächsten 20 Jahren, die Hälfte aller über 60-Jährigen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen“. Derzeit befinden sich 21,5 Prozent - einschließlich Teilzeitbeschäftigung sowie Altersteilzeit in der Ruhephase. Fast jeder zweite Rentner gehe heute schon mit Abschlägen in den Ruhestand - im Schnitt 114 Euro pro Monat.
