Sechs von zehn Deutschen im Rentenblindflug
Bei den Erwartungen für das Leben im Alter bestehen keine große Differenzen zwischen ost- und westdeutschen Bürgern. Sowohl in Ost als auch in West steht für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung der Wunsch, auch im Rentenalter noch gesund und fit zu sein, an oberster Stelle. Und auch die finanzielle Sorglosigkeit gehört gesamtdeutsch für sechs von zehn Bundesbürgern zum verdienten Ruhestand dazu. Die Angst, wirklich in Altersarmut abzufallen, ist allerdings in Ostdeutschland wesentlich stärker ausgeprägt. Mehr als jeder Fünfte zwischen Ostsee und Erzgebirge fürchtet sich davor. In den Westbundesländern hat nur gut jeder Zehnte davor Angst, im Alter seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst bestreiten zu können.
Möglicher Grund für die Ost-West-Differenz in Sachen Altersarmut:
Nur gut jeder dritte Ostdeutsche glaubt einschätzen zu können, wie viel Geld ihm später als Altersbezug monatlich zur Verfügung stehen wird. Im Westen traut sich immerhin knapp die Hälfte eine solche Prognose zu. Unterm Strich bleibt dennoch das Resultat, dass sich sechs von zehn Bundesbürgern in punkto Rentenhöhe im absoluten Blindflug befinden.
